Ausrüstung und Technologie
Projektdaten sollten die Entscheidungsfindung beschleunigen, nicht den Baufortschritt verlangsamen.
Bei einer Zersplitterung der riesigen Projektdaten führt dies eher zu Reibungsverlusten bei Entscheidungen. Laut Daten von Hexagon Multivista benötigt die Branche dringend einen Wechsel von der Datenerfassung zur Bauintelligenz, um die Effizienz von Bauprojekten zu steigern.
Seit langem wächst die Datenerfassungsfähigkeit der Bauindustrie (AECO) exponentiell. Die Daten von Hexagon Multivista aus dem Jahr 2025 zeigen, dass deren Kunden innerhalb eines Jahres 15.525.207 Fotos aufgenommen und 384.279 Scans durchgeführt haben. Die Datenflut hat sich jedoch nicht automatisch in effizienteres Baumanagement verwandelt. Stattdessen führt die fragmentierte Speicherung von Informationen in verschiedenen Tools, Ordnern und Berichten dazu, dass Teams viel Zeit damit verbringen, die Echtheit der Daten zu bestätigen, anstatt auf Basis der Daten zeitnahe Entscheidungen zu treffen.
Der 2025 veröffentlichte Bericht der RICS „Künstliche Intelligenz im Bauwesen“ betont diesen Schmerzpunkt: Projektdaten müssen zunächst zugänglich, verwaltbar und vernetzt sein, um bessere Entscheidungen zu unterstützen. Für Bauunternehmer und Bauherren wirken sich nicht verbundene Daten direkt auf die Reaktionsfähigkeit vor Ort, die Abstimmung mit Stakeholdern und das Risikomanagement aus.
Kernproblem: Entscheidungsreibung statt Datenvolumen
- Wenn Projektinformationen schwer zu finden, zugänglich oder interpretierbar sind, müssen Teams vor dem Handeln wiederholt validieren, was zu sogenannter „Entscheidungsreibung“ führt. Konkrete Ausprägungen sind:
- Projektaufzeichnungen sind nicht über einen einheitlichen Zugang verfügbar, obwohl Teams bereits viel Zeit in die Erfassung von Fotos, Scans, Berichten und Modellen investiert haben;
- Büroteams entbehren des aktuellen Projektkontexts, während Baustellenteams Anweisungen erhalten, die nicht die tatsächliche Situation widerspiegeln;
- VDC-, Betriebs- und Projektabwicklungsteams nutzen unterschiedliche Arbeitsabläufe und Zugriffsrechte, was die Koordination erschwert;
- Technologieinvestitionen erhöhen zwar die Sichtbarkeit, aber die Zunahme von Plattformen und Anbietern führt zu zusätzlicher Komplexität.
Wahre „Projektintelligenz“ ist keine bloße Datenarchivierung, sondern die Vernetzung von Projektinformationen zu kontextualisiertem Bauwissen, das die Kluft zwischen „Was passiert vor Ort“ und „Was als nächstes zu tun ist“ verkürzt.
Vom Projektinformationsmanagement zur Bauintelligenz
Lösungen wie Hexagon Multivista Hub treiben diesen Wandel voran: Durch den zentralisierten Zugriff auf Erfassungsdienstleistungen, die Vereinfachung der Informationssuche und -navigation sowie die schrittweise Integration von Analysefunktionen, KI-Suche und agentenbasierten Workflows. Ihr Wert liegt nicht darin, das Fachwissen der Teams zu ersetzen, sondern Informationen leichter zugänglich, verständlich und anwendbar zu machen.
Wenn Teams den richtigen Projektkontext schnell finden, verbringen sie weniger Zeit mit der Suche und Bestätigung von Informationen und konzentrieren sich mehr auf die Lösung von Problemen, die den Fortschritt, die Qualität und die Koordination beeinträchtigen. Dieser Wandel fördert auch die Kommunikation zwischen Büro und Baustelle – wenn Büroverantwortliche vorhandene Informationen prüfen, die aktuellen Bedingungen verstehen und im Einklang mit dem Team handeln können, erhalten Baustellenteams klarere Anweisungen auf Basis eines gemeinsamen Kontexts.
Branchenauswirkungen und zukünftige Trends
Für die Bauindustrie bedeuten vernetzte Workflows: schnellere Reaktionszeiten, niedrigere Koordinationskosten, höhere Projekttransparenz. Mit zunehmender Komplexität wird der Schlüssel zur Differenzierung von Unternehmen nicht mehr darin liegen, wie viele Daten sie besitzen, sondern wie leicht Teams diese Daten in gemeinsames Verständnis umwandeln können.Allerdings bringt die Transformation auch Herausforderungen mit sich: Schwierigkeiten bei der technischen Integration, Kosten für die Personalschulung und die Etablierung einer internen Daten-Sharing-Kultur. Führungskräfte müssen eine klare Data-Governance-Strategie entwickeln, nicht einfach einzelne Tools aneinanderreihen, sondern eine einheitliche digitale Basis schaffen.
Mit Blick in die Zukunft werden KI und Automatisierung die Datennutzungseffizienz weiter steigern – zum Beispiel durch die Abfrage von Projektinformationen in natürlicher Sprache, die automatische Erkennung von Konflikten und die Vorschlag von Lösungen. Dies setzt jedoch eine zuverlässige Datenverbindung voraus.
Fazit
Mehr Daten bedeuten nicht unbedingt bessere Entscheidungen. Erst wenn Projektinformationen leicht zugänglich, navigierbar und nutzbar sind, können sie in echte Bauintelligenz umgewandelt werden, die den Baufortschritt vorantreibt, statt Entscheidungen zu behindern. Für die globale Bauindustrie wird die Reduzierung von Entscheidungsreibung und die Beschleunigung des Weges von Daten zu Maßnahmen der entscheidende Schlüssel zur Produktivitätssteigerung in der nächsten Phase sein.
Diese Informationen stammen aus gesponserten Inhalten von Construction Dive (Hexagon Multivista); der ursprüngliche Bericht wurde 2025 von RICS veröffentlicht. Die genannten Daten basieren auf der Kundenstatistik von Hexagon Multivista aus dem Jahr 2025.
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